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mein/e Krebs/e :-D

“ Nur das Unbekannte √§ngstigt den Menschen.

Sobald man ihm die Stirn bietet,

ist es schon kein Unbekanntes mehr,

besonders wenn man es mit hellsichtigem

Ernst beobachtetet.“

Da ich zwei verschiedene Krebsarten habe, nenne ich sie nun einfach mal meine Krebse ūüėÄ

Osteosarkom: Das Osteosarkom ist der h√§ufigste prim√§re b√∂sartige Knochentumor. Seine proliferierenden Zellen sind f√§hig, Knochen und Osteoid (unverkalkte Knochengrundsubstanz) zu bilden. Das Osteosarkom zeichnet sich durch aggressives Wachstum mit Zerst√∂rung des umliegenden Knochen und gegebenenfalls Gelenks aus. Es metastasiert fr√ľhzeitig auf h√§matogenem Weg in die Lunge. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung haben bereits 20¬†% der Patienten Metastasen und gesch√§tzt etwa weitere 60¬†% nicht sichtbare Mikrometastasen.

Das mediane Erkrankungsalter liegt bei 18 Jahren und die meisten Erkrankungen werden in der Altersgruppe zwischen dem 10. und 25. Lebensjahr diagnostiziert. M√§nnliche Patienten sind etwas h√§ufiger betroffen. Das Osteosarkom ist damit der h√§ufigste b√∂sartige „solide“ Tumor des Jugendalters. Osteosarkome entstehen vorwiegend gelenknah in den langen R√∂hrenknochen (Oberschenkel, Oberarm, Schienbein) des Skelettsystems. 50¬†% der Osteosarkome befinden sich in direkter N√§he zum Kniegelenk und etwa 10¬†% in N√§he des Schultergelenks. Eine Lokalisation am Sch√§delknochen oder an der Wirbels√§ule findet man dagegen selten.

Verlauf und Prognose: Unter Therapie betr√§gt die 5-Jahres-√úberlebens-Rate durchschnittlich 70¬†%. Lungenmetastasen sind ein schlechtes prognostisches Zeichen. Allerdings k√∂nnen Lungenmetastasen durch eine Operation saniert werden, so dass auch Patienten mit Lungenmetastasen eine Heilung erreichen k√∂nnen. Wichtigster Prognosefaktor ist das Ansprechen auf die Chemotherapie (COSS-Schema): Falls die Chemotherapie nicht „anschl√§gt“, das hei√üt, weniger als 90% der Tumorzellen abget√∂tet werden konnten, betr√§gt die √úberlebenschance unter 50%. Die Anzahl der abget√∂teten Zellen wird nach dem Abschluss der pr√§operativen Chemotherapie am Operationspr√§parat (tumortragender Knochen) festgelegt. Fast immer muss eine Endoprothese eingepflanzt oder die Umkehrplastik angewendet werden.

Malignes Melanom der Bindehaut: Das maligne Melanom der Bindehaut macht etwa zwei Prozent aller okul√§ren Melanome und ein Prozent aller b√∂sartigen Tumore des Auges aus. Das maligne Melanom der Bindehaut ist ein seltener Tumor und nur 1-4 Menschen pro 5 Millionen erkranken pro Jahr. Die √ľberwiegende Zahl der Tumore entsteht aus einer prim√§r erworbenen Melanose (56%). Sechsundzwanzig Prozent entstehen aus einem N√§vus und achtzehn Prozent entstehen prim√§r de novo.

Behandlung: Eine tumor√∂se Ver√§nderung der Bindehaut wird nach ihrer Lage, Ausdehnung und dem Pigmentierungsgrad beurteilt. In der Verlaufsbeobachtung sind dementsprechend vor allem Ver√§nderungen der Gr√∂√üe, der Pigmentierung und der Tumordicke f√ľr die Beurteilung der Dignit√§t (Unterscheidung von Gut- und B√∂sartigkeit) von Bedeutung. Daher wird bei jeder Untersuchung eine Dokumentation durch eine Fotografie bzw. eine Zeichnung erstellt. Sobald ein Wachstum, eine ver√§nderte Pigmentierung, das Einwachsen neuer Gef√§√üe oder das Vorwachsen auf die Hornhaut auftritt, gilt der Tumor als hoch verd√§chtig f√ľr eine maligne Entartung. In diesen F√§llen wird der Tumor m√∂glichst vollst√§ndig entfernt. Die histologische Untersuchung und immunhistochemische Aufarbeitung kann die Differenzierung zwischen gut- und b√∂sartigem Tumor leisten, und wesentlich zur Therapieplanung beitragen. Wenn sich der Verdacht eines malignen Melanoms best√§tigt steht eine Vielzahl adjuvanter Therapien zur Verf√ľgung, um Tumorzellen, die operativ nicht entfernt werden konnten, zu bek√§mpfen. Die Bestrahlung durch lokale Strahlentr√§ger gilt als Therapie der ersten Wahl bei Tumoren, die in ihrer Ausdehnung von diesen Strahlentr√§gern erfasst werden k√∂nnen. Diese Behandlung kann jedoch in ihrer Durchf√ľhrung und in der Folge mit Nebenwirkungen behaftet sein, die die Augenoberfl√§che, die Netzhautfunktion bzw. die Funktion des Sehnerven betreffen k√∂nnen.
Bei bestimmten klinischen Situationen wird als alternative Lokaltherapie die Behandlung mit dem Zytostatikum Mitomycin C durchgef√ľhrt.

Prognose: Die Rezidivrate beim malignen Melanom der Bindehaut ist hoch und liegt, unabh√§ngig von der Art der adjuvanten Behandlung bei nahezu 50%. Zus√§tzlich zur Behandlung des Melanoms am Auge ist eine Durchuntersuchung des Patienten durch den Hausarzt und Hals-Nasen-Ohren Arzt notwendig, um Tochtergeschw√ľlste auszuschlie√üen bzw. fr√ľhzeitig zu erkennen. Diese Untersuchungen sollten halbj√§hrlich, sp√§ter j√§hrlich wiederholt werden.

Praeoperative Chemotherapie: ¬†¬† Chemotherapie, die vor der Operation durchgef√ľhrt wird.

Postoperative Chemotherapie: ¬† ¬† Chemotherapie, die nach der Operation durchgef√ľhrt wird.