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Archive for Juni, 2010

Chemo

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Juni 28th, 2010 Posted 18:22

„Um bestehen zu können,

brauchen wir um uns herum…

dauerhafte, wirkliche Dinge.“

Ist leider schon wieder angesagt. Irgendwie geht die Zeit zwischen den Chemo´s immer so schnell rum- viel zu schnell. Auch wenn ich mich ja nach einem halben Jahr Chemo, Untersuchungen, etc. mittlerweile daran gewöhnt haben müsste, dass nun das mein Lebensinhalt ist und die „normalen“ Dinge nur noch nebenher laufen können, so ist das manchmal immer noch ganz schön nervig, ätzend, doof, bekloppt……

Jetzt bin ich also grad wieder 3 Tage übelst am Kämpfen: Gegen den Krebs, die Nebenwirkungen der Chemo, Übelkeit, Erbrechen, Schlappheit, Vergesslichkeit…. aber FÜR mein Leben!

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Geschützt: Ergebnisse

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Juni 27th, 2010 Posted 11:21

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Windjammerparade und Nena Konzert

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Juni 27th, 2010 Posted 10:54

Der Vorteil, wenn man in direkter Nähe zum Strand wohnt: Die Windjammerparade ist gleich um die Ecke 😉

Entgegen aller Vernunft bin ich dann gestern Abend noch zum Nena Konzert auf der Kieler Woche gegangen. Es war so tolles Wetter und ich fand es einfach ungerecht. Alle waren 10 Tage lang nur unterwegs auf der Kieler Woche und ich muss mit dem Schei*- Krebs immer schön zu Hause bleiben. Nööö….. Ich mich also voll ausgestattet mit Schiene, Sauerstoff, usw. auf den Weg gemacht. Und auch wenn wir nicht so gut sehen konnten, für ein paar Schnappschüsse hat´s gereicht….. und wir waren ja auch wegen der Musik da 🙂

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Geschützt: So verdammt schwer

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Juni 26th, 2010 Posted 11:06

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Verkleiden Vol.II

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Juni 24th, 2010 Posted 12:33

Heute morgen- nach der zweiten beschi**enen Nacht mit Atemnot, etc.- durfte, bzw. musste ich mich mal wieder verkleiden…. sprich, Perücke aufsetzen. Die Putzfrau meiner Eltern kam und meine Mutter wollte nicht, dass sie erfährt, was los ist, weil ja davor erstmal Andere erfahren müssten, was los ist, bevor ihre Putzfrau es irgendwo weiter erzählt…. is klar, ne?

Ich glaube, ich vergesse einfach mal meine Perücke, wenn ich das nächste Mal komme.

Gleich geht es nach Hause, nach Kiel.  Gleich in die Klinik, es muss geschaut werden, woher die Atemnot kommt. Lumbalpunktion wird gemacht und Liquordruckmessung. Und MRT vom Kopf. Grad ist mir alles zu viel und ich habe einen richtigen Durchhänger. Ich kann nicht mehr, nicht mehr kämpfen, nicht mehr stark sein, keine niederschmetternden Ergebnisse mehr hören.

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Schwerer Weg

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Juni 23rd, 2010 Posted 15:01

Heute war ich im Hospiz. Die Angst vor dem Besuch dort war, bis wir da waren vorhanden. Aber nach der letzten Nacht war mir klar, dass es sein muss.

Gestern abend war ich so müde und bin schon um 22 Uhr ins Bett. Aber ich lag da und konnte nicht einschlafen. Irgendwann – aus heiterem Himmel- hab ich kaum noch Luft bekommen, ich konnte mich nicht mehr bewegen, meine Beine haben mir nicht mehr gehorcht, sie waren wie gelähmt. Dann kamen Schweißausbrüche dazu und diese Panik. Weil kaum noch Luft da war. Ich wollte meine Eltern wecken, aber die doofen Beine wollten einfach nicht. Die Arme funktionierten noch, hab mir dann das Sauerstoffgerät angelegt, aber trotzdem, die Luft war so knapp.

Dann kamen die Gedanken: Ist es so? Das Sterben? Ist es so voller Angst und Panik? Ein Kampf? Ich dachte, es wäre ruhig, friedlich. Nach einer guten Stunde war es vorbei, die Luft war wieder da. Nur die Beine waren immer noch wie gelähmt. Ich lag da und konnte nicht schlafen, hatte Angst, dass es wieder kommt, vielleicht im Schlaf. Dass ich den Kampf diesmal dann nicht gewinne.

Nun war ich also vorhin im Hospiz. Ich hatte Angst, richtig Angst. Dass es dort düster ist, dunkel. So wie der Kampf um den Sauerstoff letzte Nacht. Aber es war ganz anders. Ruhig, friedlich, schön. Ich kann es schwer in Worte fassen. Die ganze Zeit über war ich angespannt, alle Fragen, die ich mir zurecht gelegt hatte, waren weg, konnte mich an nichts erinnern. Aber ich war ja ein Glück nicht alleine da. S. hat dann Fragen für mich gestellt. Wir haben uns die Zimmer dort angeschaut, die Wohnräume und Gemeinschaftsräume.

Ich kann mir vorstellen dort hinzugehen. Wenn es soweit ist. Im Gespräch dort kamen Aussagen wie: „Die meisten kommen erst kurz vorher, viel zu spät.“ „Lassen Sie sich nicht zu viel Zeit.“ Aber wann ist der Zeitpunkt? Wann ist zu früh, wann ist zu spät? Ich weiß es nicht. Spürt man es irgendwann?

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Juni 22nd, 2010 Posted 17:49

Ist es wirklich so einfach? :

„… denn was heißt Sterben anderes,
als nackt im Wind zu stehen, und in der Sonne zu schmelzen?
Und was heißt nicht mehr zu atmen anderes,
als den Atem von seinen rastlosen Gezeiten zu befreien,
damit er emporsteigt und sich entfaltet
und ungehindert Gott suchen kann?“

(aus: „Der Prophet“ von Khalil Gibran)

Morgen…. morgen ist es soweit. S. fährt mit mir ins Hospiz. Ich weiß, dass es der richtige Weg ist, auf alles vorbereitet zu sein. Ich merke selbst, dass es immer schwerer wird, die Tage einigermaßen gut rum zu bekommen. Ich brauche immer öfter zusätzlich Sauerstoff. Bin oft müde und will einfach nur im Bett liegen.

Aber es ist auch so schwer, es anzunehmen. Meistens gelingt es mir, aber seit gestern kommen doch oft die Gedanken: So sollte es doch nicht sein, so kann es doch nicht richtig sein, oder? Sich so früh Gedanken über den Tod und das Sterben zu machen, machen zu müssen.

Wenn ich ehrlich bin…. momentan ist da einfach nur Angst,

Angst vor dem, was kommt,

Angst davor, wie es sein wird.

Hoffentlich ist es so:

ICH BIN NICHT ICH.
Ich bin jener,
der an meiner Seite geht, ohne dass ich ihn erblicke,
den ich oft besuche,
und den ich oft vergesse.
Jener, der ruhig schweigt, wenn ich spreche,
der sanftmütig verzeiht, wenn ich hasse,
der umherschweift, wo ich nicht bin,
der aufrecht bleiben wird, wenn ich sterbe.

(Juan Ramón Jiménez)

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Geschützt: Fragen über Fragen…..

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Juni 22nd, 2010 Posted 14:23

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Schöner Vormittag…

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Juni 21st, 2010 Posted 15:52

… war das heute…. habe so viele liebe Menschen, die mir wichtig sind, gesehen….. wir hatten allesamt tolle Gespräche. Es tut so gut, alle zu sehen, mit ihnen zu reden, zu wissen, dass sie da sind.

Jetzt bin ich froh, wieder auf dem Sofa zu liegen, Bein hoch, Hartz IV -TV an, und vor mich hin drameln- tolle Sache, erholsame Sache 😉 Meine Mutter arbeitet und ist danach noch beim Tennis, mein VAter arbeitet unten im Büro, die ganze Wohnung ist ruhig, außer die Leute im Fernsehen labern dusselig vor sich hin 😉 HERRLICH 🙂

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Geschafft!

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Juni 20th, 2010 Posted 20:49

Die Party ist vorbei und ich habe sie überstanden. Wie es war? Insgesamt war es ganz nett…. es kamen natürlich Nachfragen… aber am Coolsten war, dass total viele meine Haare so toll fanden. Einer meinte immer wieder: Total geil, deine Haare. Ich weiß aber nicht, ob denen irgendwann klar war, dass es nicht meine Haare sind, sondern eine Perücke.

Bei Gesprächen hab ich mich ziemlich rausgehalten, hab nicht viel mit den Leuten gesprochen, außer mit Marlis und Günter, Freunde von meinen Eltern, die mag ich total gerne. Die sind einfach total offen und freundlich, lustig und aufgeschlossen und interessiert. Die haben natürlich als Erstes nachgefragt und sich auch nicht abspeisen lassen, haben sich aber damit zufrieden gegeben, dass ich gesagt habe, dass ein Tumor rausoperiert wurde und dass wir wann anders mal darüber reden können, wir aber ja heute feiern wollen. Ob sie sich nun denken können, dass es bösartig und nicht gutartig war, bzw. ist- keine Ahnung.

Es war komisch, nicht offen damit umgehen zu können. Es hat mir sehr widerstrebt. Als ich mich zwischen drin hingelegt habe und wieder runter kam und gefragt wurde, wo ich war und was ich so lange gemacht habe, musste ich halt lange Erklärungen abliefern von wegen Bein hochlegen und so. Wenn sie gewusst hätten, dass ich Chemo bekomme, hätte sich das erübrigt. Naja und dann die Fragen danach, warum ich keinen Salat esse, wo ich doch Salat sonst immer in Massen gegessen habe. Oder warum ich nach einem Würstchen und zwei Cevapcici schon satt bin und nichts mehr esse.

Nicht offen damit umgehen zu könnnen, dass war wirklich doof. Aber naja, es war die Feier meiner Mutter, sie wollte es so, bzw wollte wahrscheinlich meine Schwester es so und nun ist es so gelaufen. Im Nachhinein würde ich mich darauf wohl nicht mehr einlassen, denn ich finde das Gefühl, was bei mir jetzt gerade ist, nicht wirklich angenehm… kann das ganz schlecht beschreiben, aber ich mag es nicht, dass jeder sich jetzt irgendwas ausmalt, was eventuell sein könnte. Das hätte man durch ein einmaliges Statement umgehen können.

Jetzt bin ich so was von im A…., kann gar nicht mehr, bin total erschlagen, müde, kaputt….. aber Fußball läuft noch und ich will versuchen, es bis zum Ende zu schauen. Morgen früh bin ich nur auch schon wieder verabredet. Dafür werde ich mir wohl für Dienstag morgen nichts vornehmen und einfach mal ಌڿڰۣ«●✿AUSSCHLAFEN✿●ಌڿڰۣ«

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Geschützt: Kinder sind so herrlich ehrlich :-)

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Juni 19th, 2010 Posted 22:04

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???

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Juni 18th, 2010 Posted 23:29

Heute weiß ich eigentlich gar nicht so genau, was ich schreiben soll, bzw will…. ich habe nur einfach das Bedürfnis, zu schreiben. Mal sehen, was daraus wird….. Mein Tag heute war eigentlich total schön. Morgens wurde ich leider schon um 6.15 Uhr wach, da mein Neffe Rasmus fand, dass man prima mit dem Bobbycar Porsche fahren spielen könnte- mit der dementsprechenden Lautstärke, denn „ein Porsche ist ganz laut, weißt du das etwa nicht, Tine?“ Naja, nachdem ich dann eh schon wach war, konnte ich dann ja auch aufstehen.

Um kurz nach 9 Uhr wurde ich dann von Bärbel abgeholt und wir sind lecker Frühstücken gegangen. Mhm, war das lecker 🙂  Hab auch richtig viel gegessen, 2 Brötchen und Rührei- wow…. ich war schon nach dem Rührei satt, aber es war mir egal, es hat einfach so gut geschmeckt 🙂

Danach dann mit Marie zum Public Viewing auf ne Insel hier im Flüsschen 😉 Nur leider lief das Spiel ja nicht so, wie wir es uns erhofft hatten.  War n aufregendes Spiel, Schiri, hätteste sehen müssen…..

Hinterher hab ich dann n bissel in der Gegend rumtelefoniert… mit Katrin, mit meinem Onkel, mit Sylle….. vielleicht ist es das…. es war ein schönes, langes Gespräch, sehr intensiv. Auch von der Seite nochmal die Bitte, bzw der Appell, nicht zu lügen, bezüglich meiner Krankheit, die Bestätigung, dass das nicht der richtige Weg ist. Aber auch das Mut machen, dass die Perücke gut aussieht- man aber trotzdem sieht, was los ist…. nicht nur unbedingt an der Perücke, sondern auch der ganze Rest- fehlende Augenbrauen, dunkle Ringe unter den Augen, geschwollene Augen, abgenommen, das Bein, das Auge, etc. Naja, und dann das Gespräch darüber, wie es aussieht, wie die Schmerzmittel jetzt dosiert sind, usw. Und dann: „Könntest du dir das denn hier in dem Hospz vorstellen?“ Ja, wenn es mir gefällt, dann würde ich es hier gut finden.“Dann fahren wir da zusammen hin, ich versuche es bis Donnerstag hinzubekommen. Wir müssen da vorher dann aber auch anrufen“

Danke- vor allem für´s „wir“

Jetzt bin ich plötzlich total platt und müde und kann kaum noch die Augen offen halten. Mach jetzt Schluss hier, freut euch schon mal auf den Beitrag zur Feier morgen, bzw drückt mir erstmal die Daumen.

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